Auf nach Konstanz!


Dieser Eintrag ist Teil 3 von 9 der Serie Unterwegs.

Nach rund neun Stunden Bahnfahrt habe ich tatsächlich mein Ziel erreicht: Konstanz, wo ich einen mehrtätigen Urlaub verbringe. Das Wetter lässt allerdings noch zu wünschen übrig. Ich wurde von strömendem Regen empfangen, der Koffer trocknet noch… Aber nun mal von vorn zur Berichterstattung meiner Reise mit der Bahn. Neben den üblichen Gepäckstücken bewaffnet mit einem 12er Pack Dunkin’ Donuts (nochmal heißen Dank an Netty für ihren unermüdlichen Einsatz) machte ich mich heute morgen von Dessau aus auf den Weg. In Leipzig angekommen nahm quasi das Unheil seinen Lauf, da ich mich spontan für einen anderen Zug entschied. Ich wäre eigentlich erst um 11:11 Uhr in den ICE nach Frankfurt gestiegen, aber da ich bereits kurz nach 10 vor Ort war und da auch einer fuhr, hab ich einfach mal den genommen. Ich hatte mich auch noch ordnungsgemäß am Infostand der Bahn erkundigt, ob die Route dieselbe sei – was mir bestätigt wurde – leider stellte sich dies als falsch heraus als ich bereits im Zug saß… Der ICE fuhr nämlich zum Frankfurter Flughafen und nicht zum Hauptbahnhof, was dann doch ein feiner Unterschied ist… Ich saß nun also in der Bahn und überlegte wie ich meine geplante Route umgestalten könnte, da erschallte per Durchsage eine Drohung von einem sogenannten “Gruppenleiter”, dass sogleich ein Mitarbeiter mit einer Kundenbefragung zu den Fahrgästen kommen würde, es ging dabei um die Zufriedenheit in Sachen Betreuung durch das Zugpersonal. Kurz darauf erschien auch besagter Mitarbeiter, bewaffnet mit Fragebögen und einer Tüte Kugelschreibern. Ein Hinweis für meine Kollegen/innen, die dies hier lesen: Die Bahn gendert nicht! Es wird schlicht von “Zugbegleitern” und “Mitarbeitern” gesprochen. Am beeindruckendsten fand ich, dass im Anschluss an die Aktion neben den Bögen auch die billigen Plastik-Kugelschreiber wieder eingesammelt wurden…

Mittlerweile hatte ich durch telefonische Rücksprache mit Schwesterherz auch geklärt wie ich nun alternativ nach Konstanz komme, ich fuhr über Fulda, Stuttgart und Singen (und nur einer der drei ICEs hatte Verspätung!) und kam sogar noch eher an als ursprünglich geplant, der Wahnsinn.

Und wie das immer so ist wenn man Bahn fährt, beobachtet man gern mal andere Leute. Besonders beeindruckt hat mich eine Dame, die ihre Stullen in so ner Tüte aufbewahrte, worin eigentlich Kaffeepulver beheimatet ist…gibt diese Kaffeenote dem Brot wohl das gewisse Etwas?! Letztlich hab ich die Fahrt in erster Linie dank meines iPods überlebt, interessant war noch die Dauer-Baustelle Erfurter Hauptbahnhof (gefühlte 100 Jahre) und dass wir in Hanau am Gleis 104 gehalten haben. Ich kenn ja 9 3/4, aber 104…

Und so geht dieser Tag erst einmal zu Ende, die diversen Unternehmungen der folgenden Tage werde ich entsprechend hier verakten.

Hinweis: Auf dieser Reise wurden keine Donuts verletzt oder getötet.

Filed under: Unterwegs
Posted by: mailanie
Comments: 0

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

Powered by WordPress ( WordPress Deutschland )